Rigg und Tauwerk

Du lernst die wichtigsten Bedien- und Materialregeln rund um Pinne, Tauwerk, Fallen und Segel: wie du bei Krängung steuern kannst, warum Leinen klar liegen müssen, wie Segel eingenannt werden und warum flatternde oder beschädigte Segel sofort Aufmerksamkeit brauchen.

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Steuern bei Krängung

Wenn ein Segelboot krängt, sitzt du oft nicht mehr direkt neben der Pinne. Genau dann muss die Steuerung trotzdem erreichbar bleiben, ohne dass du dein Gewicht ungünstig verlagern musst.
Pinnenausleger ermöglicht Steuerung bei Krängung
Ein verlängert die Pinne. Dadurch kannst du weiter außen sitzen, das Boot ausbalancieren und trotzdem sicher steuern.
Das Verstellen des Travellers verändert den Angriffspunkt der Großschot, und das Trapez hilft beim . Beides kann wichtig sein, ersetzt aber nicht die direkte Erreichbarkeit der Pinne.

Tauwerk und Fallen

Leinen an Bord sind Arbeitsmittel. Im entscheidenden Moment sollen sie nicht gesucht, entwirrt oder aus einer Klemme gezogen werden müssen. Darum wird Tauwerk ordentlich aufgeschossen.
Ordentlich aufgeschossenes Tauwerk und Fallen im Cockpit
Tauwerk wird ordentlich aufgeschossen, damit es im Gebrauchsfall klar liegt. Klar liegen bedeutet: Die Leine kann ohne Knoten, Schlaufenchaos oder Verzögerung benutzt werden.

Bei Fallen ist das noch kritischer. Fallen müssen im Gebrauchsfall schnell und sicher werden können. Wenn du ein herunterlassen oder Druck herausnehmen musst, darf das Fall nicht im Leinenhaufen blockieren.
Trocknen, UV-Schutz und Materialpflege sind für Tauwerk ebenfalls sinnvoll. Die Prüfungsregel zielt hier aber auf die Einsatzbereitschaft: Leinen müssen klar liegen und Fallen müssen sicher laufen.

Segel richtig benennen

Segelbegriffe werden leichter, wenn du das als Dreieck liest. Die Ecken sind Punkte, die Kanten sind Linien zwischen diesen Punkten.
Ecken und Kanten eines Segels mit Kopf, Hals, Schothorn und Lieken
Die Ecken eines Segels heißen Kopf, Hals und . Der Kopf ist oben, der Hals liegt unten vorne am Mastbereich, und das liegt hinten unten dort, wo die Schot wirkt.

Die Kanten eines Segels heißen Vorliek, Unterliek und Achterliek. Das Vorliek ist die vordere Kante, das Unterliek die untere Kante, und das Achterliek die hintere Kante.
Damit verwechselst du die Wortgruppen nicht: Kopf, Hals und sind Ecken; Vorliek, Unterliek und Achterliek sind Kanten. Vorstag, Want und Achterstag gehören dagegen zum stehenden Gut des Riggs, nicht zu den Segelkanten.

Segel pflegen

Ein arbeitet unter Winddruck. Kleine Schäden bleiben deshalb selten klein, und unnötiges Flattern belastet Tuch und Nähte.
Segellatten dienen der Formgebung und Aussteifung des Segels. Die Latten stützen besonders Bereiche, die sonst leicht flattern oder ihre Profilform verlieren würden.
bedeutet, dass ein unkontrolliert flattert. Über längere Zeit schädigt das Tuch und lässt Nähte aufgehen. Es ist also nicht nur ein Geräuschproblem, sondern Materialverschleiß.
Auch kleine Schäden an Segeln müssen sofort repariert werden, weil unter Winddruck daraus schnell große Schäden werden. Ein kleiner Riss bekommt bei jeder Böe neue Last und kann sich entlang von Tuch oder Naht weiter öffnen.
Segellatten, Killen und wachsende Segelschäden

Zusammenfassung

  • Ein verlängert die Pinne, damit du die auch bei sicher erreichen und bedienen kannst.
  • Tauwerk wird ordentlich aufgeschossen, damit es im Gebrauchsfall klar liegt und ohne Leinenchaos benutzt werden kann.
  • Fallen werden ordentlich aufgeschossen, damit sie im Gebrauchsfall schnell und sicher werden können.
  • Die Ecken eines Segels heißen Kopf, Hals und ; diese Begriffe bezeichnen Punkte am .
  • Die Kanten eines Segels heißen Vorliek, Unterliek und Achterliek; diese Begriffe bezeichnen die Linien zwischen den Ecken.
  • Segellatten dienen der Formgebung und Aussteifung des Segels.
  • dürfen nicht längere Zeit , weil das Tuch schädigt und Nähte aufgehen lässt.
  • Kleine Segelschäden müssen sofort repariert werden, weil sie unter Winddruck schnell zu großen Schäden werden.

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