Lichterführung

Du lernst, wann Fahrzeuge ihre Lichter führen, was diese Lichter über Fahrtrichtung und Lage verraten und wie du Farben, Sichtwinkel und Sonderfälle bei Segelfahrzeugen und Kleinfahrzeugen ohne Maschinenantrieb sicher auseinanderhältst.

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Zeitpunkt und Zweck der Lichter

Lichterführung ist die Nachtsprache der Schifffahrt. Tagsüber erkennst du ein Fahrzeug meist an Form und Bewegung. Nach Sonnenuntergang oder bei Nebel, starkem Regen oder anderer verminderter Sicht brauchst du Licht, damit andere das Fahrzeug und seine grobe Bewegungsrichtung erkennen.
  • Lichter von Fahrzeugen werden von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang und bei verminderter Sicht geführt oder gezeigt.
  • Die Regel hängt nicht an festen Uhrzeiten wie 18:00 bis 06:00 Uhr, weil Sonnenstand und Sicht je nach Jahreszeit und Wetter wechseln.
  • Die Lichterführung zeigt und Lage eines Fahrzeugs an; du erkennst, ob du eher auf , Seite oder blickst.
  • Lichterführung zeigt nicht Kurs und Geschwindigkeit und auch nicht die genaue Position; diese Informationen musst du aus Bewegung, und Umgebung ableiten.

Farben und Sichtwinkel

Stell dir das Boot von oben vor: Vorn, hinten und seitlich entstehen unterschiedliche Lichtbereiche. Dadurch wird aus einzelnen Lichtpunkten eine räumliche Information.
Sichtwinkel
Der Sichtwinkel ist der Winkelbereich, in dem ein Licht von außen sichtbar ist. Er beschreibt nicht die Helligkeit, sondern den erkennbaren Sektor rund um das Fahrzeug.
  • und sind weiß: Das leuchtet 225 Grad nach vorn, das 135 Grad nach hinten.
  • Die Seitenlichter zeigen rot und grün; beide haben jeweils einen Sichtwinkel von 112,5 Grad.
  • Die Zahlen sind nicht austauschbar: 225 Grad gehört zum , 135 Grad zum und 112,5 Grad zu jedem .
Sichtwinkel und Farben von Topplicht, Hecklicht und Seitenlichtern

Segel unter Motor

Bei Segelfahrzeugen zählt die aktuelle Antriebsart. Ein Segelboot mit zusätzlicher Maschinenkraft kann unabhängig vom Wind beschleunigen, abbremsen und manövrieren. Deshalb gelten dann die Lichter eines Maschinenfahrzeugs.
  • Ein von weniger als 20 m Länge kann anstelle der Seitenlichter und des Hecklichtes eine an oder nahe der Mastspitze führen.
  • Eine nur an einer gut sichtbaren Stelle reicht für diese Regel nicht; der Ort an oder nahe der Mastspitze ist der prüfungsrelevante Unterschied.
  • Ein Fahrzeug unter , das gleichzeitig mit Maschinenkraft fährt, muss die für ein vorgeschriebenen Lichter führen.
Dreifarbenlaterne beim kleinen Segelfahrzeug und Maschinenlichter bei Segel mit Motor

Kleinfahrzeuge ohne Maschinenantrieb

Bei einem ohne Maschinenantrieb ist die Mindestanforderung bewusst einfacher. Der wichtigste Sicherheitszweck ist, dass andere das kleine Fahrzeug aus jeder Richtung erkennen können.
  • Ein ohne Maschinenantrieb muss mindestens ein von allen Seiten sichtbares weißes Licht führen.
  • Von allen Seiten sichtbar bedeutet Rundumsicht; andere Fahrzeuge sollen das auch beim Nähern, Überholen oder Querabstehen erkennen.
  • Seitenlichter allein, Topp- und oder eine im Topp sind hier nicht die Mindestantwort für Kleinfahrzeuge ohne Maschinenantrieb.
  • Zum Beispiel braucht ein kleines gerudertes Fahrzeug bei Dunkelheit mindestens dieses rundum sichtbare weiße Licht, damit es nicht im dunklen Hintergrund verschwindet.
Mindestlicht für Kleinfahrzeuge ohne Maschinenantrieb

Verwechslungen vermeiden

Die häufigsten Fehler entstehen, wenn eine passende Fachvokabel in die falsche Gruppe rutscht. Uhrzeit ist nicht Sonnenstand, Kurs ist nicht , und ein Segelboot mit laufender Maschine ist für die Lichterfrage kein reines .
Typischer Fehler
Lichter gelten einfach nachts von 18:00 Uhr bis 06:00 Uhr.
Richtig gedacht
Maßgeblich sind Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang und verminderte Sicht. Dadurch passt die Regel zu Jahreszeit, Wetter und tatsächlicher Erkennbarkeit.
  • und Lage beschreiben, wie das Fahrzeug zu dir steht; Kurs, Geschwindigkeit und genaue Position sind andere Informationen.
  • Bei den Sichtwinkeln führt vertauschen fast sicher zur falschen Antwort: 225 Grad, 135 Grad, Seitenlichter jeweils 112,5 Grad.
  • Bei der ist Zweifarbenlaterne falsch, und „gut sichtbare Stelle“ ersetzt nicht „an oder nahe der Mastspitze“.
  • Bei plus Maschinenkraft zählen Maschinenfahrzeuglichter, weil die Maschine das Verhalten des Fahrzeugs verändert.

Zusammenfassung

  • Fahrzeuge führen oder zeigen Lichter von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang und bei verminderter Sicht, nicht nach einer festen Uhrzeit wie 18:00 bis 06:00 Uhr.
  • Die Lichterführung zeigt und Lage eines Fahrzeugs an; Kurs, Geschwindigkeit und genaue Position liest du daraus nicht direkt ab.
  • Das ist weiß und leuchtet 225 Grad nach vorn, das ist weiß und leuchtet 135 Grad nach hinten.
  • Die Seitenlichter zeigen rot und grün; jedes hat einen Sichtwinkel von 112,5 Grad.
  • Ein unter 20 m kann statt Seitenlichtern und eine an oder nahe der Mastspitze führen.
  • Ein Fahrzeug unter mit gleichzeitiger Maschinenkraft führt die für Maschinenfahrzeuge vorgeschriebenen Lichter.
  • Ein ohne Maschinenantrieb braucht mindestens ein von allen Seiten sichtbares weißes Licht.

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