Du lernst, wann Wetter als unsichtig gilt, welche Ausrüstung für die Fahrt nötig ist und wie Radarreflektoren Sportboote und Brückenpfeiler auf dem Radarschirm sichtbar machen.
Nur Zusammenfassung, Lernkarten und Lektionsquiz sind sichtbar.
Wenn Sicht zur Gefahr wird
Unsichtiges Wetter bedeutet: Du kannst andere Fahrzeuge, Ufer, Tonnen oder Brücken nicht mehr zuverlässig sehen. Für diese Einheit zählen Nebel, Schneefall und starker Regen als Sichtbeeinträchtigungen, die zu unsichtigem Wetter führen.
Der gefährliche Punkt ist nicht nur, dass du weniger siehst. Andere Fahrzeuge sehen dich ebenfalls schlechter, Abstände werden schwerer einzuschätzen, und feste Hindernisse wie Brückenpfeiler tauchen später im Sichtfeld auf. Deshalb wird aus Wetter plötzlich eine Navigationsfrage.
Dunkelheit, Nacht oder Dämmerung können ebenfalls anspruchsvoll sein, sind hier aber nicht die entscheidenden Wetterursachen. Die Regel zielt auf Sichtverlust durch Wetter: Nebel, Schneefall und starken Regen.
Radarfahrt richtig verstehen
Radarfahrt
Radarfahrt ist eine Fahrt bei unsichtigem Wetter mit Radar. Es reicht also nicht, dass ein Radar an Bord ist; die Fahrt findet unter unsichtigen Wetterbedingungen statt und wird mit Radar geführt.
Radaranlage
Eine Radaranlage sendet Funkwellen aus und zeigt zurückgeworfene Echos auf einem Bildschirm. So können Fahrzeuge, Uferlinien oder Hindernisse auch dann erkennbar werden, wenn du sie mit den Augen kaum siehst.
Für die Fahrt bei unsichtigem Wetter braucht ein Fahrzeug eine für die Binnenschifffahrt zugelassene funktionsfähige Radaranlage und eine Sprechfunkanlage für den .
Radar liefert ein Bild von Objekten um dich herum; Sprechfunk sorgt dafür, dass Verkehrsteilnehmer auf erreichbar sind und Informationen austauschen können. Ohne diese Kombination fehlen dir bei schlechter Sicht zwei zentrale Sicherheitskanäle: Sehen über Radar und Kommunizieren über Funk.
Das erklärt auch die Ausrüstungsdetails: Eine beliebige Radaranlage reicht nicht, sie muss für die Binnenschifffahrt zugelassen und funktionsfähig sein. Beim Funk geht es nicht um Seefunk, sondern um , weil du auf Binnenwasserstraßen mit dem dortigen Verkehr kommunizieren musst.
Wenn während der Fahrt unsichtiges Wetter eintritt, ist auf bestimmten Wasserstraßen ohne Radar und Sprechfunk die Fahrt unverzüglich einzustellen. Wichtig ist die genaue Einschränkung: nicht auf allen Wasserstraßen, sondern auf bestimmten Wasserstraßen; und nicht ohne AIS oder ECDIS, sondern ohne Radar und Sprechfunk.
Ein konkreter Ablauf: Du bist ohne Radarausrüstung unterwegs, dichter Nebel zieht auf und die Uferlinie verschwindet. Auf den betreffenden Wasserstraßen darfst du dann nicht einfach vorsichtig weiterfahren, sondern musst die Fahrt unverzüglich einstellen, weil dir die vorgeschriebene Technik für diese Sichtlage fehlt.
Auf dem Radarschirm sichtbar werden
Ein ist auf Radar nicht automatisch gut erkennbar. Kleine Boote haben oft wenig Fläche und ungünstige Formen für Radarwellen. Ein Radarreflektor verbessert die Erkennbarkeit des Sportbootes auf Radarbildschirmen.
Der Vorteil liegt also nicht darin, dass dich Menschen bei Nacht oder Taglicht besser sehen. Der Vorteil liegt speziell im Radarbild: Das Echo deines Bootes soll deutlicher erscheinen.
Merke dir den praktischen Unterschied: Ein Radarreflektor ersetzt keine Lichter, keine Sicht und keinen Ausguck. Er hilft dem anderen Radar, dein Boot als Echo zu erkennen.
Brückenpfeiler auf Radar markieren
Gelbe Tonnen mit Radarreflektor vor Brückenpfeilern dienen der Kenntlichmachung der Brückenpfeiler auf dem Radarschirm. Diese Tonnen markieren also nicht die Höhe des Pfeilers, keine gesperrte Durchfahrt und keine Untiefe.
Gerade bei schlechter Sicht ist diese Funktion entscheidend: Der Brückenbereich ist eng, feste Hindernisse liegen im Fahrweg, und das Radarbild muss helfen, die Pfeiler räumlich richtig einzuordnen.
Wenn du auf dem Radarschirm eine Brücke ansteuerst, brauchst du nicht die Höhe der Pfeiler, sondern ihre Lage. Die gelben Tonnen mit Radarreflektor geben dem Radar dafür erkennbare Punkte vor den Pfeilern.
Zusammenfassung
Nebel, Schneefall und starker Regen führen zu unsichtigem Wetter.
Dunkelheit, Nacht und Dämmerung sind nicht die Wetterursachen, die in dieser Regel als unsichtiges Wetter abgefragt werden.
Radarfahrt bedeutet Fahrt bei unsichtigem Wetter mit Radar.
Für Fahrt bei unsichtigem Wetter braucht ein Fahrzeug eine für die Binnenschifffahrt zugelassene funktionsfähige Radaranlage und eine Sprechfunkanlage für den .
Wenn unsichtiges Wetter während der Fahrt eintritt, ist auf bestimmten Wasserstraßen ohne Radar und Sprechfunk die Fahrt unverzüglich einzustellen.
Ein Radarreflektor verbessert die Erkennbarkeit eines Sportbootes auf Radarbildschirmen.
Gelbe Tonnen mit Radarreflektor vor Brückenpfeilern machen die Brückenpfeiler auf dem Radarschirm kenntlich.
Lernkarten
0 von 5 Fragen gewusst
Gehe durch die Lernkarten und markiere ehrlich, was du schon konntest und was noch nicht saß.