Umweltschutz an Bord

Du lernst, wie du empfindliche Uferzonen schützt, welche Regeln für Abfall, Fäkalien, Öl und Bilge gelten und worauf du bei Unterwasseranstrichen achten musst.

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Schutzbereiche erkennen

Umweltschutz beginnt nicht erst beim Müllbeutel. Auf dem Wasser heißt er vor allem: Abstand zu empfindlichen Lebensräumen halten, nichts einleiten und Arbeiten am Boot so vorbereiten, dass kein Schmutz in Boden oder Wasser gelangt.
Schilf- und Röhrichtzonen sowie dicht bewachsene Ufer sind keine normalen Randstreifen. Dort rasten und brüten häufig besonders schutzwürdige Vögel, und im flachen Pflanzenbereich können Fische laichen. Wenn du dicht heranfährst, erzeugst du Lärm, Wellen und Bewegung genau dort, wo Tiere Schutz brauchen.
Die praktische Regel ist deshalb einfach: möglichst weit fernhalten. Es geht nicht in erster Linie um Grundberührung, den oder Badegäste, sondern um Lebensräume, die vom Boot aus leicht harmlos aussehen.

Orientierung für Naturverhalten

Als Merkblatt für naturverträgliches Verhalten auf dem Wasser gelten die 10 goldenen Regeln für Wassersportler. Diese Regeln geben Hinweise zum Schutz seltener Tiere und Pflanzen und zur Reinhaltung der Gewässer.
Wenn du dir die Regel merken willst, denke nicht an Verkehrsregeln, sondern an Naturverhalten: Abstand halten, Störungen vermeiden, Abfälle behalten und Gewässer sauber lassen. Genau darum geht es bei den Zehn goldenen Regeln für das Verhalten von Wassersportlern in der Natur.

Abfall bleibt an Bord

Alles, was an Bord als Abfall entsteht, bleibt an Bord, bis du es an Land in passende Sammelbehälter gibst. Das gilt auch dann, wenn der Abfall klein, vermeintlich harmlos oder gut verpackt ist.
Ins Wasser dürfen keinerlei Abfälle gelangen. Auch Fäkalien und Öle werden an Land entsorgt. Wichtig ist die klare Grenze: Wasser ist kein Entsorgungsort, auch nicht mit Abstand zum Ufer oder nur auf bestimmten Strecken.
Gerät Treibstoff oder Öl in die , gilt die Sofortmaßnahme: Mit Lappen aufnehmen und umweltgerecht entsorgen. Lüften, Abwarten oder Verteilen löst das Umweltproblem nicht; es lässt die Schadstoffe nur an Bord oder später im Wasser.
Bilge
Die ist der tiefste Innenbereich eines Bootsrumpfs, in dem sich Wasser, Schmutz oder ausgelaufene Flüssigkeiten sammeln können.
Illustration

Arbeiten am Unterwasserschiff

Antifouling
Antifouling ist eine Beschichtung am Unterwasserschiff, die Bewuchs durch Algen, Muscheln oder andere Organismen vermindern soll.
Für umweltfreundliche Farben, Lacke und Antifouling-Beschichtungen ist das Umweltbundesamt die richtige Informationsquelle. Es geht dabei nicht um Führerscheinrecht oder Vermietungsrecht, sondern um Stoffe, die mit Wasser, Boden und Lebewesen in Kontakt kommen können.
Beim Neuanstrich des Unterwasserschiffs und beim Entfernen alter Anstriche deckst du den Arbeitsbereich großzügig ab. Schleifstaub, Farbpartikel und Reste sollen nicht in den Boden oder ins Wasser gelangen.
Der anfallende Abfall wird als Sondermüll behandelt und entsprechend entsorgt. Entscheidend ist nicht, ob ein Betrieb zertifiziert ist oder ob irgendwo eine Kennzeichnung steht, sondern dass Arbeitsbereich und Abfall sauber kontrolliert werden.

Zusammenfassung

  • Das Merkblatt zum Schutz seltener Tiere, Pflanzen und sauberer Gewässer heißt: die 10 goldenen Regeln für Wassersportler.
  • Du hilfst Gewässern und Feuchtgebieten durch umweltbewusstes Verhalten und durch Beachtung der Zehn goldenen Regeln für das Verhalten von Wassersportlern in der Natur.
  • Von Schilf- und Röhrichtzonen sowie dicht bewachsenen Ufern hältst du möglichst großen Abstand, weil dort oft Rast- und Brutplätze schutzwürdiger Vögel oder Fischlaichplätze liegen.
  • Informationen zu umweltfreundlichen Farben, Lacken und Antifouling-Beschichtungen findest du beim Umweltbundesamt.
  • Treibstoff oder Öl in der nimmst du mit Lappen auf und entsorgst diese umweltgerecht.
  • Abfälle jeglicher Art sammelst du an Bord und entsorgst sie an Land in den passenden Abfallsammelbehältern.
  • Keinerlei Abfälle dürfen ins Wasser gelangen; Fäkalien und Öle werden an Land entsorgt.
  • Beim Neuanstrich oder Entfernen alter Unterwasseranstriche deckst du den Arbeitsbereich großzügig ab und entsorgst die Reste als Sondermüll.

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