Fischerei und Ankerlieger

Du lernst, wie du Fischereifahrzeuge und Ankerlieger an Lichtern und Signalkörpern unterscheidest und welche Rolle Trawlen, Fahrt durchs Wasser und Fahrzeuglänge spielen.

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Fischereilichter lesen

Bei Fischereifahrzeugen ist zuerst die Art der Fischerei entscheidend. Ein Trawler zieht ein Schleppnetz durchs Wasser; ein nicht trawlendes Fischereifahrzeug arbeitet zum Beispiel mit Netzen oder Geräten, die anders ausgebracht sind. Diese Unterscheidung erkennst du nachts an der Farbkombination der Rundumlichter.
Trawler
Ein Trawler ist ein Fischereifahrzeug, das beim Fischen ein Schleppnetz durch das Wasser zieht.
Ein fischender Trawler führt zwei Rundumlichter senkrecht übereinander: grün über weiß. Macht der Trawler Fahrt durchs Wasser, kommen zusätzlich die Fahrtlichter dazu, damit andere auch seine Bewegungsrichtung erkennen.
Beim Trawler von 50 m und mehr Länge mit Fahrt durchs Wasser gehört zum Gesamtbild deshalb mehr als nur grün über weiß: Du siehst außerdem das Fahrtlichtbild eines großen Fahrzeugs, also unter anderem zwei weiße Topplichter sowie Seitenlichter und .
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Nicht trawlende Fischerei erkennen

Ein fischendes Fahrzeug, das nicht trawlt, führt rot über weiß. Diese Kombination passt zum Beispiel zu einem Treibnetzfischer und gilt als Fischereibild, egal ob das Fahrzeug in Fahrt oder vor Anker gezeigt wird.
Der praktische Unterschied ist: Bei grün über weiß denkst du an Trawlen, bei rot über weiß an Fischerei ohne Trawlen. Behördenfahrzeuge, Lotsenfahrzeuge und manövrierbehinderte Fahrzeuge haben eigene Sonderbilder und werden nicht nur über diese zwei Fischereifarben erkannt.
Am Tage führt ein fischendes Fahrzeug zwei schwarze Kegel mit den Spitzen zusammen. Dieses Tageszeichen sagt nicht, ob ein Netz gut sichtbar ist; es sagt: Hier arbeitet ein Fischereifahrzeug, dessen Beweglichkeit und sichere Passage durch Fanggerät eingeschränkt sein können.
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Ankerlieger nach Länge unterscheiden

Ankerlieger
Ein ist ein Fahrzeug, das vor Anker liegt. Es fährt nicht, bleibt aber nicht punktgenau stehen, weil es um den Anker schwojen kann.
Ein von weniger als 50 m Länge führt ein weißes Rundumlicht an gut sichtbarer Stelle. Wenn du in dieser Einheit rote und weiße Rundumlichter als Paar siehst, bist du nicht beim normalen , sondern bei Fischerei: rot über weiß gehört zum fischenden Fahrzeug ohne Trawlen.
Bei größeren Ankerliegern werden die weißen Lichter aufgeteilt: vorne ein weißes Rundumlicht und hinten ein weiteres weißes Rundumlicht tiefer. Ab 100 m Länge muss zusätzlich die Decksbeleuchtung helfen, die Länge und Lage des liegenden Fahrzeugs erkennbar zu machen.

Verwechslungen vermeiden

Bei diesen Bildern ist Farbe wichtiger als nur die Anzahl der Lichter. Rot über weiß kann ein fischendes Fahrzeug ohne Trawlen sein; grün über weiß gehört zum Trawler. Zwei weiße Ankerlichter und beleuchtetes Deck führen dagegen weg von Fischerei und hin zum großen .
Typischer Fehler
„Wenn ein Fahrzeug festliegt, ist es automatisch ein .“
Richtig gedacht
Nicht jedes liegende Fahrzeug zeigt das gleiche Bild. Ein normaler zeigt weiße Ankerlichter; ein fischendes Fahrzeug vor Anker kann weiterhin sein Fischereibild zeigen.

Zusammenfassung

  • Ein fischender Trawler ist an grün über weiß zu erkennen; bei 50 m und mehr Länge mit Fahrt durchs Wasser kommen die Fahrtlichter eines großen Fahrzeugs hinzu.
  • Ein fischendes Fahrzeug, das nicht trawlt, führt rot über weiß und kann in Fahrt oder vor Anker gezeigt werden.
  • Ein fischendes Fahrzeug führt am Tage zwei schwarze Kegel mit den Spitzen zusammen.
  • Ein von weniger als 50 m Länge führt ein weißes Rundumlicht an gut sichtbarer Stelle.
  • Ein vor Anker liegendes Fahrzeug von 100 m und mehr Länge zeigt große -Beleuchtung mit zwei weißen Ankerlichtern und Decksbeleuchtung.
  • Rot oder grün über weiß führt dich zur Fischerei; nur weiße Ankerlichter führen dich zum normalen .

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