Seegang, Schleppen und Bordschutz

Du lernst, wie starkem Seegang begegnet wird: Fahrt reduzieren, Schleppleine anpassen, steuerunfähige Boote stabilisieren und Personen an Bord sichern.

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Seegang als Kraft verstehen

Starker Seegang belastet Boot, Leinen und Menschen nicht gleichmäßig, sondern stoßweise. Deshalb wird bei starkem Seegang die Fahrt vermindert, um Schäden durch Seeschlag zu vermeiden.
Seeschlag
Seeschlag ist die harte Belastung durch aufschlagende See, etwa wenn Wellen gegen Rumpf, Deck oder Aufbauten schlagen. Je schneller du in die Wellen fährst, desto härter können diese Schläge werden.
Vor schwerem Wetter bringst du den Verschlusszustand herbei, zurrst lose Gegenstände fest, legst Rettungswesten an und hältst andere Rettungsmittel bereit. Wenn es erforderlich und möglich ist, läufst du einen Schutzhafen an.

Schleppen im Seegang

Eine muss zu den Seegangsverhältnissen passen. Bei starkem Seegang sollte sie mindestens zwei- oder dreifache Wellenlänge haben, damit Schlepper und geschlepptes Boot nicht ständig gegeneinander in Wellenbergen und Wellentälern arbeiten.
Schleppleine bei Seegang mindestens zwei- bis dreifache Wellenlänge.
Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die der Anhang frei fahrend bei Verdrängerfahrt erreichen kann. Zusätzlich muss ein ruckartiges Steifkommen der vermieden werden, weil harte Leinenstöße Beschläge, Klampen oder die Boote selbst beschädigen können.

Steuerunfähig und gesichert

Treibanker hält den Bug eines steuerunfähigen Boots in den Wind.
Ein steuerunfähiges kann mit dem in den Wind gehalten werden, indem ein Treibanker oder andere geeignete schwimmfähige Gegenstände ausgebracht werden. Der zeigt dann kontrollierter in die See, statt quer zu schlagen.
Treibanker
Ein Treibanker ist ein im Wasser bremsender schwimmender Widerstand. Er hilft, das Boot langsamer treiben zu lassen und eine günstigere Lage zum Wind oder zur See zu halten.
Gegen das Überbordfallen bei starkem Seegang helfen Sicherheitsleinen beziehungsweise -gurte: Sicherheitsleinen spannen, Sicherheitsgurt anlegen und an den dafür vorgesehenen Stellen einpicken.

Zusammenfassung

  • Bei starkem Seegang wird die Fahrt vermindert, um Schäden durch Seeschlag zu vermeiden.
  • Vor schwerem Wetter werden Verschlusszustand hergestellt, lose Gegenstände festgezurrt, Rettungswesten angelegt und Rettungsmittel bereitgehalten; wenn möglich wird ein Schutzhafen angelaufen.
  • Bei starkem Seegang sollte eine mindestens zwei- oder dreifache Wellenlänge haben.
  • Beim Schleppen muss die Leine den Seegangsverhältnissen angepasst werden, die Schleppgeschwindigkeit darf die freie Verdrängerfahrt des Anhangs nicht überschreiten und ruckartiges Steifkommen ist zu vermeiden.
  • Ein steuerunfähiges kann mit Treibanker oder anderen geeigneten schwimmfähigen Gegenständen mit dem in den Wind gehalten werden.
  • Überbordfallen wird bei starkem Seegang durch gespannte Sicherheitsleinen, angelegten Sicherheitsgurt und Einpicken an vorgesehenen Stellen verhindert.

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