Nebelsignale vor Anker

Du lernst die Nebelsignale von Ankerliegern, kurz-lang-kurz und die Reaktion auf ein vorlicher als querab gehörtes Fahrzeug.

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Ankerlage im Nebel einordnen

Bei Nebel erkennst du oft zuerst am , ob ein Fahrzeug vor Anker liegt, in Fahrt ist oder Seenot meldet. Für zählen Glocke, Gong und ein mögliches Zusatzsignal.
Ankerlieger
Ein ist ein Fahrzeug vor Anker. Er ist nicht in Fahrt; deshalb hörst du hier Glocke und bei großen Fahrzeugen zusätzlich Gong.
vorlicher als querab
Vorlicher als querab heißt: Das gehörte Fahrzeug liegt akustisch eher vor dir als seitlich neben dir. Gerade bei Nebel ist das gefährlich, weil Richtung und Abstand nur ungenau bestimmbar sind.

Ankerlieger an Glocke und Gong erkennen

Die entscheidende Trennlinie ist die Länge des Ankerliegers. Unter 100 m hörst du nur die Glocke. Ab 100 m kommt unmittelbar danach der Gong hinzu.
Rasches Läuten der Glocke etwa 5 Sekunden, mindestens jede Minute
Kennzeichnet einen von weniger als 100 m Länge.
Rasches Läuten der Glocke etwa 5 Sekunden und unmittelbar danach etwa 5 Sekunden rascher Gongschlag, mindestens jede Minute
Kennzeichnet einen von 100 m und mehr Länge.
Die Längengrenze entscheidet
Nur der Zusatz-Gong trennt den großen vom kleineren. Glocke allein heißt unter 100 m. Glocke plus Gong heißt ab 100 m.

Zusatzsignal und Sofortreaktion

Nähert sich einem bei Nebel ein anderes Fahrzeug gefährlich, darf der zusätzlich mit der Pfeife auf seinen Standort aufmerksam machen.
kurz-lang-kurz
Darf jeder bei verminderter Sicht zusätzlich geben, um einem sich nähernden Fahrzeug seinen Standort anzuzeigen.
Kurz-lang-kurz ist hier kein Fahrt-Nebelsignal. Es ist weder das kräftige Ersatzsignal kleiner Fahrzeuge noch die Folgen lang-kurz-kurz oder lang-lang-kurz.
Hörst du bei verminderter Sicht anscheinend vorlicher als querab das eines anderen Fahrzeugs, gibst du ebenfalls ein , verlangsamst bis zur gerade noch sicheren Steuerfähigkeit, stoppst nötigenfalls ganz auf und manövrierst vorsichtig weiter, bis die Kollisionsgefahr vorüber ist.
Nicht blind ausweichen
Ein frühes hartes ist hier falsch, weil du die Lage des anderen Fahrzeugs nur hörst. Erst Geschwindigkeit herausnehmen und notfalls aufstoppen verhindert eine neue Kollisionsbahn.

Seenot und Verwechslungen vermeiden

Anhaltendes Ertönen eines Nebelsignalgerätes von einem Fahrzeug bedeutet: Fahrzeug in Seenot. Die Bedeutung ist eindeutig: Fahrzeug in Seenot.
Typischer Fehler
Ein gehörtes Nebelsignal wird nur grob als Warnung eingeordnet; Glocke, Gong und Tonfolge seien austauschbar.
Richtig gedacht
Gerade bei Nebelsignalen entscheidet das genaue Muster. Nur Glocke bedeutet unter 100 m, Glocke plus Gong bedeutet ab 100 m, kurz-lang-kurz ist das Zusatzsignal des Ankerliegers, und anhaltendes Ertönen eines Nebelsignalgerätes bedeutet Seenot.
Typische Fehlgriffe sind fünf kurze Töne, ein Manöver des letzten Augenblicks oder schlicht Kurs und Geschwindigkeit beibehalten. Solange du das andere Fahrzeug nur hörst, wäre das riskant; deshalb bleibt vorsichtige Geschwindigkeitsreduzierung bis hin zum Aufstoppen die sichere Reaktion.

Zusammenfassung

  • Rasches Läuten der Glocke etwa 5 Sekunden, mindestens jede Minute, bedeutet: Ein Fahrzeug vor Anker von weniger als 100 m Länge.
  • Rasches Läuten der Glocke und unmittelbar danach etwa 5 Sekunden rascher Gongschlag bedeuten: Ein Fahrzeug vor Anker von 100 m und mehr Länge.
  • Jeder darf kurz-lang-kurz geben, um seinen Standort zu zeigen.
  • Hörst du bei verminderter Sicht anscheinend vorlicher als querab das eines anderen Fahrzeugs, gibst du ebenfalls ein , verlangsamst stark, stoppst nötigenfalls ganz auf und manövrierst vorsichtig weiter.
  • Anhaltendes Ertönen eines Nebelsignalgerätes von einem Fahrzeug bedeutet: Fahrzeug in Seenot.

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