Grundsitzer und Tiefgangbehinderung

Du lernst, wie Grundsitzer und tiefgangbehinderte Fahrzeuge an Lichtern und Signalkörpern erkannt werden und warum die Längenangaben dabei wichtig sind.

Kursnavigation

Grundsitzer erkennen

Grundsitzer
Ein Grundsitzer ist ein Fahrzeug, das auf Grund geraten ist. Es liegt also nicht freiwillig vor Anker, sondern sitzt fest und kann für andere Fahrzeuge ein Hindernis sein.
Nachts liest du beim Grundsitzer immer eine Kombination aus Lage und Gefahr. Die weißen Ankerlichter zeigen, dass das Fahrzeug festliegt; die roten Zusatzlichter machen daraus kein normales Ankern, sondern ein auf Grund geratenes Hindernis.

Die Länge entscheidet, welche Ankerlichter dazukommen. Ein Grundsitzer von weniger als 50 m Länge zeigt ein weißes Rundumlicht und zusätzlich zwei rote Rundumlichter senkrecht übereinander. Ein Grundsitzer von 50 m und mehr Länge zeigt die Ankerlichter für größere Fahrzeuge und zusätzlich dieselben zwei roten Rundumlichter.

Am Tage führt ein Grundsitzer drei schwarze Bälle senkrecht übereinander. Drei Bälle sind damit nicht einfach ein allgemeines Warnzeichen, sondern das Tageszeichen für ein Fahrzeug auf Grund.
Illustration

Tiefgangbehinderung erkennen

tiefgangbehindert
Ein tiefgangbehindertes Fahrzeug ist durch seinen Tiefgang im Verhältnis zur verfügbaren Wassertiefe und Breite des befahrbaren Gewässers erheblich daran gehindert, vom Kurs abzuweichen.
Nachts führt ein tiefgangbehindertes Fahrzeug von 50 m und mehr Länge in Fahrt drei rote Rundumlichter senkrecht übereinander und zusätzlich die Lichter eines Maschinenfahrzeugs in Fahrt. Bei 50 m und mehr gehören dazu zwei Topplichter, Seitenlichter und .
Der Unterschied zum Grundsitzer liegt also nicht nur in der Anzahl roter Lichter, sondern im ganzen Bild: Beim Grundsitzer suchst du Ankerlichter, beim tiefgangbehinderten Fahrzeug suchst du Fahrtlichter.
Am Tage führt ein tiefgangbehindertes Fahrzeug in Fahrt einen Zylinder. Der Zylinder sagt nicht, dass das Fahrzeug auf Grund sitzt, sondern dass es wegen seines Tiefgangs nur eingeschränkt vom Kurs abweichen kann.
Illustration

Nicht verwechseln

Für die schnelle Zuordnung liest du zuerst, ob das Fahrzeug liegt oder fährt. Danach prüfst du die roten Rundumlichter: Grundsitzer und Tiefgangbehinderung sehen beide auffällig aus, erzählen aber eine andere Situation.
Typischer Fehler
„Viele rote Lichter bedeuten einfach, dass das Fahrzeug nicht manövrieren kann.“
Richtig gedacht
Zwei rote Rundumlichter beim Grundsitzer und drei rote Rundumlichter beim tiefgangbehinderten Fahrzeug sind unterschiedliche Statusbilder. Die weißen Anker- oder Fahrtlichter zeigen zusätzlich, ob das Fahrzeug festliegt oder in Fahrt ist.

Zusammenfassung

  • Ein Grundsitzer ist ein Fahrzeug, das auf Grund geraten ist und dadurch ein Hindernis bilden kann.
  • Ein Grundsitzer von weniger als 50 m Länge führt nachts ein weißes Rundumlicht und zusätzlich zwei rote Rundumlichter senkrecht übereinander.
  • Ein Grundsitzer von 50 m und mehr Länge führt nachts die Ankerlichter für größere Fahrzeuge und zusätzlich zwei rote Rundumlichter senkrecht übereinander.
  • Ein Grundsitzer führt am Tage drei schwarze Bälle senkrecht übereinander.
  • Ein tiefgangbehindertes Fahrzeug von 50 m und mehr Länge in Fahrt führt drei rote Rundumlichter senkrecht übereinander und zusätzlich die Fahrtlichter eines großen Maschinenfahrzeugs.
  • Ein tiefgangbehindertes Fahrzeug in Fahrt führt am Tage einen Zylinder.
  • Zwei rote Rundumlichter plus Ankerlichter deuten auf Grundsitzer; drei rote Rundumlichter plus Fahrtlichter deuten auf Tiefgangbehinderung in Fahrt.

Lernkarten

0 von 4 Fragen gewusst

Gehe durch die Lernkarten und markiere ehrlich, was du schon konntest und was noch nicht saß.

Lektionsquiz

0 von 5 Fragen richtig

Beantworte echte Prüfungsfragen, die dieser Lektion zugeordnet sind.