Manövrierstatus erkennen

Du lernst die Licht- und Tagzeichen für manövrierunfähige und manövrierbehinderte Fahrzeuge und unterscheidest, ob ein Fahrzeug Fahrt durchs Wasser macht.

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Fahrt durchs Wasser lesen

Bei besonderen Fahrzeugzuständen musst du zwei Fragen trennen: Ist das Fahrzeug in Fahrt, und macht es Fahrt durchs Wasser? In Fahrt heißt: Es ist nicht vor Anker, nicht festgemacht und nicht auf Grund. Fahrt durchs Wasser heißt zusätzlich: Es bewegt sich tatsächlich durch das Wasser.
Darum kann ein Fahrzeug in Fahrt sein, ohne Fahrt durchs Wasser zu machen, etwa wenn es treibt oder wegen eines Ausfalls nicht aktiv vorankommt. Erst bei Fahrt durchs Wasser muss es zusätzlich seine Bewegungsrichtung mit Seitenlichtern und zeigen.
Diese Unterscheidung verhindert eine häufige Verwechslung: Zwei rote oder rot-weiß-rote Rundumlichter zeigen den Status, während Seitenlichter und zeigen, dass das Fahrzeug tatsächlich durchs Wasser läuft.

Manövrierunfähig erkennen

manövrierunfähig
Ein manövrierunfähiges Fahrzeug kann wegen außergewöhnlicher Umstände nicht so manövrieren, wie es die Regeln verlangen, und kann deshalb anderen Fahrzeugen nicht normal ausweichen.
Ein manövrierunfähiges Fahrzeug von 12 m und mehr Länge, das in Fahrt ist, aber keine Fahrt durchs Wasser macht, führt zwei rote Rundumlichter senkrecht übereinander. Daraus erkennst du nachts: Dieses Fahrzeug ist nicht festgemacht oder vor Anker, kann aber nicht regelgerecht ausweichen.
Macht das manövrierunfähige Fahrzeug Fahrt durchs Wasser, bleiben die zwei roten Rundumlichter senkrecht übereinander erhalten. Seitenlichter und kommen hinzu, damit andere seine Bewegungsrichtung erkennen.
Am Tage führt ein manövrierunfähiges Fahrzeug zwei schwarze Bälle senkrecht übereinander. Dieses Tageszeichen ersetzt die Nachtlichter, wenn die Erkennbarkeit nicht über Lichter hergestellt wird.
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Manövrierbehindert erkennen

manövrierbehindert
Ein manövrierbehindertes Fahrzeug ist wegen der Art seines Einsatzes in seinen Manövern eingeschränkt und kann deshalb nicht so ausweichen wie ein normales Fahrzeug.
Das Nachtmerkmal eines manövrierbehinderten Fahrzeugs sind drei Rundumlichter senkrecht übereinander: rot, weiß, rot. Die weiße Mitte ist dein schneller Unterschied zum manövrierunfähigen Fahrzeug mit nur zwei roten Rundumlichtern.
Ein manövrierbehindertes Fahrzeug mit Fahrt durchs Wasser von 50 m und mehr Länge kombiniert zwei Informationen: rot-weiß-rot für die Manövrierbehinderung und die Fahrtlichter eines großen Maschinenfahrzeugs, also Seitenlichter, und zwei Topplichter.
Am Tage führt ein manövrierbehindertes Fahrzeug drei senkrecht übereinander: Ball, Rhombus, Ball. Der Rhombus in der Mitte übernimmt gedanklich die Unterscheidungsrolle des weißen Rundumlichts.
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Status nicht verwechseln

Der einfachste Vergleich ist die Mittelposition. Fehlt eine Mitte, bist du beim manövrierunfähigen Fahrzeug: zwei rote Rundumlichter oder zwei Bälle. Hat das Muster eine Mitte, bist du beim manövrierbehinderten Fahrzeug: weißes Licht bei Nacht oder Rhombus am Tag.
Typischer Fehler
„Wenn ein Fahrzeug besondere Lichter zeigt, reicht es, den Status zu erkennen; Fahrt durchs Wasser ist egal.“
Richtig gedacht
Fahrt durchs Wasser entscheidet, ob zusätzlich Seitenlichter und geführt werden. Bei großen Maschinenfahrzeugen können außerdem Topplichter hinzukommen.

Zusammenfassung

  • Ein manövrierunfähiges Fahrzeug von 12 m und mehr Länge, das in Fahrt ist, aber keine Fahrt durchs Wasser macht, führt zwei rote Rundumlichter senkrecht übereinander.
  • Ein manövrierunfähiges Fahrzeug mit Fahrt durchs Wasser führt zwei rote Rundumlichter senkrecht übereinander und zusätzlich Seitenlichter und .
  • Ein manövrierunfähiges Fahrzeug führt am Tage zwei schwarze Bälle senkrecht übereinander.
  • Ein manövrierbehindertes Fahrzeug zeigt nachts drei Rundumlichter senkrecht übereinander in der Folge rot, weiß, rot.
  • Ein manövrierbehindertes Fahrzeug mit Fahrt durchs Wasser von 50 m und mehr Länge führt zusätzlich Seitenlichter, und zwei Topplichter.
  • Ein manövrierbehindertes Fahrzeug führt am Tage drei senkrecht übereinander: Ball, Rhombus, Ball.
  • Fahrt durchs Wasser ist der Auslöser dafür, dass neben den Statuslichtern auch die Fahrtlichter die Bewegungsrichtung zeigen.
  • Zwei rote Rundumlichter stehen für manövrierunfähig; rot-weiß-rot steht für manövrierbehindert.

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