Wetterwarnungen auf See

Du deutest Seegaten, Wetterkartenbilder und amtliche Windwarnungen richtig.

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Seegaten

Ein Seegat ist eine Durchfahrt zwischen vorgelagerten Inseln oder Sänden, in der Tidenstrom und Seegang zusammenkommen können. Gefährlich wird es besonders, wenn Wind gegen den Tidenstrom steht: Die Wellen werden kürzer, steiler und können brechen.
Illustration
Der Grund ist einfach: Der Strom schiebt Wasser in die eine Richtung, der Wind drückt die Oberfläche dagegen. Dadurch wird die Wellenlänge kleiner und die Welle stellt sich steiler auf. In der Praxis wirkt das oft plötzlich rauer als die freie See daneben.
Praktische Folge
Wenn Wind und Strom gegeneinander laufen, planst du ein Seegat defensiv: Wetter, Tide und Stromrichtung prüfen und nicht erwarten, dass der Strom die Windsee glättet.

Wetterkartenbilder erkennen

Bei Wetterkartenbildern zählt zuerst, was wirklich eingezeichnet ist. Achte auf Hoch oder Tief, auf die Nordhalbkugel, auf Isobaren mit hPa-Werten und auf sichtbare Fronten oder Luftströmungen. Eine Zugrichtung darfst du nur nennen, wenn sie im Bild ausdrücklich erkennbar ist.
Hochdruckbild
Ein Hochdruckbild zeigt ein Hochdruckgebiet mit Isobaren und Luftdruckwerten in hPa. Daraus folgt nicht automatisch eine Zugrichtung nach Nordwest, Südwest oder in eine andere Richtung.
Tiefdruckbild
Ein Tiefdruckbild kann zusätzlich Warmfront, Kaltfront und Luftströmungen zeigen. Diese Elemente darfst du benennen, wenn sie sichtbar eingezeichnet sind.
Vergleich von Hochdruckbild und Tiefdruckbild auf einer Wetterkarte
Hoch und Tief
nur sichtbare Wetterkartenelemente lesen.
Nur lesen, was sichtbar ist
Wenn eine Antwort zusätzlich eine Zugrichtung nennt, muss diese Richtung auch im Bild dargestellt sein. Fehlt sie, ist die Antwort überladen, selbst wenn Hoch oder Tief richtig erkannt wurde.

Warnstufen in Beaufort

Amtliche Wetterberichte benutzen feste Windbegriffe. Du musst sie nicht schätzen, sondern als Beaufortbereiche lesen: frischer Wind liegt unterhalb der Warnstufen, Starkwindwarnung ist der Bereich direkt vor Sturm, und Sturmwarnung beginnt ab Beaufort 8.
Frischer Wind
Windstärke 5 der Beaufortskala.
Starkwindwarnung
Windstärke 6 und 7 der Beaufortskala.
Sturmwarnung
Windstärke 8 und mehr der Beaufortskala.
Schwerer Sturm, orkanartiger Sturm und Orkan
Die drei Begriffe stehen nacheinander für Windstärken 10, 11 und 12 der Beaufortskala.

Typische Verwechslungen vermeiden

  • Starkwindwarnung ist nicht Bft. 7 bis 8, sondern Bft. 6 bis 7.
  • Sturmwarnung beginnt nicht erst bei Bft. 9, sondern bereits ab Bft. 8.
  • Bei Seegaten glättet gegenläufiger Tidenstrom die Windsee nicht; er macht sie steiler und brechender.
  • Bei Wetterkartenbildern ergänzt du keine Zugrichtung, wenn sie nicht eingezeichnet ist.
Typischer Fehler
Nur den ersten passenden Begriff lesen und den Zusatz ignorieren.
Richtig gedacht
Die ganze Aussage prüfen: Windstärke plus Warnstufe, Druckgebiet plus Halbkugel, Isobaren plus hPa, Fronten plus Luftströmungen.

Zusammenfassung

  • In Seegaten können Wind und gegenläufiger Tidenstrom steile, aufbäumende Brecher erzeugen.
  • Das Hochdruckbild zeigt ein Hochdruckgebiet auf der Nordhalbkugel mit Isobaren und Luftdruckangaben in hPa.
  • Das Tiefdruckbild zeigt ein Tiefdruckgebiet auf der Nordhalbkugel mit Warmfront, Kaltfront, Isobaren in hPa sowie warmer und kalter Luftströmung.
  • Frischer Wind bedeutet Windstärke 5 der Beaufortskala.
  • Eine Starkwindwarnung wird für Windstärke 6 und 7 Beaufort herausgegeben.
  • Eine Sturmwarnung wird für Windstärke 8 und mehr Beaufort herausgegeben.
  • Schwerer Sturm, orkanartiger Sturm und Orkan entsprechen den Windstärken 10, 11 und 12 Beaufort.

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